Zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges (1618-1648) prägten Krieg, Krankheit und Verlust den Alltag vieler Menschen. Der Tod war allgegenwärtig – und gerade deshalb entstand ein starkes Bedürfnis nach Hoffnung, nach Leben und nach der Vorstellung einer friedlicheren Zukunft.
Kunst und Musik wurden zu einer Stimme des Zivilen: ein Nachhall der Menschen, die nach Frieden, Schönheit und Sinn riefen. Auch in dunklen Zeiten suchten Komponisten und Musiker nach Klang, der verbindet, tröstet und den Blick nach vorn richtet. Das ist auch in unseren Zeiten nicht anders. Die Musik dieses Konzerts lädt dazu ein, der Natur zu lauschen, aus ihr zu lernen und Hoffnung zu bewahren: auf eine Zeit, in der Landschaften und Menschen mit Gerechtigkeit, Freiheit und Respekt behandelt werden.
Anahita Khanzadeh studierte Violine an der Universität Teheran sowie an der Musikhochschule Lübeck. Derzeit vertieft sie ihr Studium der Barockvioline und historischen Aufführungspraxis an der Hochschule für Künste Bremen bei Prof. Veronika Skuplik. – Michael Huss ist Organist und Kreiskantor an der historischen Arp-Schnitger-Orgel von St. Cyprian und Cornelius in Ganderkesee.
